Abschied

Du gingst hinweg, ich blieb zurück.
Zusammen gingen wir ein Stück
vom Weg des Lebens.
Träumten unser Morgen,
Zukunft ohne Sorgen
mit Dir. Vergebens.

Bedeutungslos war uns die Zeit.
Ein Licht voll Kraft und Ewigkeit
hast Du besessen.
Haben uns verloren,
einsam vor den Toren
steh‘ ich. Vergessen.

Seh noch Dein Lächeln voller Glanz.
Spür Dich bei mir zum letzten Tanz
wie neu geboren.
Sehnsucht voller Schmerzen,
hoffnungslos im Herzen
bin ich. Verloren.

So wie der Wind flogst Du hinfort.
An einem fernen, fremden Ort
bist Du gefangen.
Sehe Dich nie wieder,
höre Deine Lieder
nicht mehr. Vergangen.

Aufbruch

 

Beton umgibt den Raum voll Stille,
das Licht nur spärlich – fahl und weit.
Doch wie ein ungezähmter Wille
flaniert mein Denken durch die Zeit.

Verschlossen sind die Eingangstüren,
mein Körper ruht in dunkler Hand.
Der Geist vermag jedoch zu spüren
die Freiheit jenseits dieser Wand.

Ich sehe Farben, Formen, Lichter,
und Fenster dort, wo keine sind.
Erkenne schemenhaft Gesichter,
entdecke Neues wie ein Kind.

Und schließlich öffnet sich der Kerker,
ein weißes Licht fällt grell herein.
Mein Geist und Körper werden stärker:
der Aufbruch in ein neues Sein.