//02 Masken//

Als Kind trugen wir keine Masken – wir waren wir selbst.
Doch irgendwann begaben wir uns auf die Suche nach diesem Selbst –
und fanden Masken, Rollen und Identitäten.
Indem wir uns erschufen, entgingen wir der Zufälligkeit der Existenz:
eine Maske, um dem Dasein eine Notwendigkeit zu geben.

//01 Verlassenheit//

Zuviel – nicht fehlen können, weil wir da sind.
Der Versuch, die Kontingenz der Existenz zu ertragen:
kein Anfang, kein Ende, kein Wesen, keine Funktion.
Und die absurde Gewißheit, dass die Hölle die anderen sind.

Erste Tafel aus meiner Serie „Reminiszenz“, bestehend aus 9 Tafeln. Die Bilder und Gedanken entstammen meiner Auseinandersetzung mit Sartres Theorie des Existenzialismus, die mich bis heute nicht mehr losgelassen hat. Es folgen weitere Tafeln, sowie eine Erläuterung zur Entstehung der Serie. Als Einleitung hierzu: „Jean-Paul-Sartre und sein philosophisches Werk des Existentialismus bilden die gedankliche Inspiration für die einzelnen Bilder, die in ihrer Dramaturgie aufeinander aufbauen. Kurze Meditationen zur Frage des Seins, der Rechtfertigung der Existenz oder der Rolle des Individuums sollen Anstoß zur weiteren gedanklichen Verarbeitung geben.“