Nun sind wir frei

Am Ende wurde also alles gut. All die Anspannung schwand, und die Ängste verflüchtigten sich gleich des frühen Morgennebels im Licht der aufkommenden Sonne, wenn die Wärme in den Boden dringt und die Luftschichten unaufhaltsam nach oben drückt.

Selbst wenn ich jetzt wieder den Weg zurück in die düstere Gedankenwelt suchen sollte, so wäre es mir jedoch unmöglich, mir selbst die abgefallenen Fesseln der Finsternis wieder anzulegen. Lose hingen sie an Armen und Beinen, und nichts würde mich daran hindern, sie kraftvoll hinwegzufegen und meiner Wege zu gehen, wohin ich auch immer wollte.

[Inspiration: San Giovanni Triest, ehemaliges Krankenhaus für Psychiatrie]

Abschied

Du gingst hinweg, ich blieb zurück.
Zusammen gingen wir ein Stück
vom Weg des Lebens.
Träumten unser Morgen,
Zukunft ohne Sorgen
mit Dir. Vergebens.

Bedeutungslos war uns die Zeit.
Ein Licht voll Kraft und Ewigkeit
hast Du besessen.
Haben uns verloren,
einsam vor den Toren
steh‘ ich. Vergessen.

Seh noch Dein Lächeln voller Glanz.
Spür Dich bei mir zum letzten Tanz
wie neu geboren.
Sehnsucht voller Schmerzen,
hoffnungslos im Herzen
bin ich. Verloren.

So wie der Wind flogst Du hinfort.
An einem fernen, fremden Ort
bist Du gefangen.
Sehe Dich nie wieder,
höre Deine Lieder
nicht mehr. Vergangen.