//09 Erlösung//

Schließlich obliegt uns die Verantwortung für unsere Existenz.
Indem wir uns wählen, wählen wir auch die anderen:
verurteilt, frei zu sein – ohne Halt, ohne Hilfe.
Ständig außerhalb unserer selbst, müssen wir uns selbst finden;
nichts rettet uns vor uns selbst.

(Mit Tafel 9 endet nun vorerst meine Serie Reminiszenz)

Sylter Metamorphosen VI

Am Ende ist es dann nur noch Freiheit: wenn Du an der Grenze zwischen Meer und Land auf dem Rücken eines Pferdes entlangschwebst, hinter Dir eine Wolke aus Gischt und Sand, und von vorne die klare, salzige Luft. Bis schliesslich dem Wanderer am Strand nur noch ein kleiner schwarzer Punkt am Horizont verbleibt, der genauso gut von einem Fahrzeug oder einem sich im Winde neigenden Baum stammen könnte. Aber er lächelt zufrieden, weiss er es doch besser.