Nun sind wir frei

Am Ende wurde also alles gut. All die Anspannung schwand, und die Ängste verflüchtigten sich gleich des frühen Morgennebels im Licht der aufkommenden Sonne, wenn die Wärme in den Boden dringt und die Luftschichten unaufhaltsam nach oben drückt.

Selbst wenn ich jetzt wieder den Weg zurück in die düstere Gedankenwelt suchen sollte, so wäre es mir jedoch unmöglich, mir selbst die abgefallenen Fesseln der Finsternis wieder anzulegen. Lose hingen sie an Armen und Beinen, und nichts würde mich daran hindern, sie kraftvoll hinwegzufegen und meiner Wege zu gehen, wohin ich auch immer wollte.

[Inspiration: San Giovanni Triest, ehemaliges Krankenhaus für Psychiatrie]

//03 Träume//

Träume sind die verlassenen Kammern hinter unseren Masken.
Für einen Moment blickt die Seele durch die Finsternis
auf die Fragmente unseres eigenen Seins –
wir nehmen Anteil und beobachten doch nur.
Und gehen, bevor der Traum endet.