Anfang

Ich stehe am Anfang. Nicht davor, nicht danach, nein: genau darauf.
Anfang heißt: da kommt was – doch kommt es wirklich?
Von nichts kommt nichts. Kein Anfang, keine Bewegung, und auch kein Ende.
So ist das: solange ich am Anfang stehe, fängt nichts an.

ICH bin der Anfang, die Bewegung, das Ende. ICH muss mich bewegen.
Die Trägheit überwinden ist das Grundproblem:
auf dem Sofa ist es gemütlicher als draußen im Wind.
Doch während ich auf dem Sofa sitze, bewegen sich alle anderen:
sie bewegen sich – von mir weg.

Ich überlege: was wollte ich doch gleich? Glücklich sein?
Doch um glücklich zu sein muss ich was anfangen.
Und mit dem Glück ist es wie mit dem Anfang: ohne Bewegung ist nichts.

Ein Teufelskreis:
ohne Bewegung kein Anfang,
ohne Anfang kein Glück,
ohne Glück keine Kraft für Bewegung.

Und doch: einmal nur muss ich die Kraft für Bewegung aufbringen.
Dann entsteht Dynamik.
Und schließlich funktioniert das auch mit dem Glück, vielleicht.