Nie zurück

Irgendwann blickt man zurück. Wenn es vorne nicht weitergeht oder die Erinnerung zu mächtig wird. Wenn wir überlegen, umzukehren, oder wir aus der zurückgelegten Strecke Hilfe für den Weg vor uns ableiten wollen. Nie zurück, schrieb einer, und meinte: auch zurück kann ein Voran sein. Nämlich dann, wenn die Erkenntnis uns eines Besseren belehrt und das Umkehren eine bewusste, notwendige Entscheidung wird. Nicht unmotiviert, emotionslos verzagen und den Rückweg antreten. Sondern sich sagen: es ist besser so, ich will es. Am Ende gehen wir immer voran: in der Zeit gibt es kein zurück. Der gleiche Weg ist auf dem Rückweg ein anderer, ein alter Bekannter, den wir voll Erinnerung beschreiten, guten und schlechten. Und liefen wir den gleichen Weg immer und immer wieder, gleichsam balancierend zwischen wachsender Erfahrung und der Angst vor Monotonie, so würden wir uns immer neue Aspekte suchen, die es bisher nicht gab oder die wir nicht erkannten, nur um uns zu sagen: es geht voran, es entwickelt sich weiter, wir entwickeln uns weiter.

 

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