Aufbruch

 

Beton umgibt den Raum voll Stille,
das Licht nur spärlich – fahl und weit.
Doch wie ein ungezähmter Wille
flaniert mein Denken durch die Zeit.

Verschlossen sind die Eingangstüren,
mein Körper ruht in dunkler Hand.
Der Geist vermag jedoch zu spüren
die Freiheit jenseits dieser Wand.

Ich sehe Farben, Formen, Lichter,
und Fenster dort, wo keine sind.
Erkenne schemenhaft Gesichter,
entdecke Neues wie ein Kind.

Und schließlich öffnet sich der Kerker,
ein weißes Licht fällt grell herein.
Mein Geist und Körper werden stärker:
der Aufbruch in ein neues Sein.

2 Gedanken zu “Aufbruch

  1. Dies ist für mich ein wunderbares Gedicht!!
    Ich habe es jetzt schon mehrfach gelesen und ich kann gar nicht glauben, dass das von Ihnen Ist?
    Es passt sehr gut zu dem schönen Bild, führt weiter hinaus, durchdringt Zeit und Raum!
    Gratuliere!!!!

    Gefällt 1 Person

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